Drei Regatten, ein Team und ein 1. Platz

von Lisa Dannegger


Drei Regatten in drei Tagen, wechselhafte Bedingungen – und eine Crew, die von Rennen zu Rennen immer stärker wurde. Die Carmelan war unterwegs von Kappeln über Sønderborg bis auf die Flensburger Förd

Den Auftakt machte die Heringsregatta von Kappeln nach Sønderborg am 14. Mai. Bei gutem Wind und dem einen oder anderen Sonnenstrahl zeigte sich die Ostsee von ihrer freundlichen Seite. Ideale Bedingungen, um in die Regatta-Saison zu starten. Unsere achtköpfige Crew kam schnell in einen guten Rhythmus, die Manöver funktionierten solide und das Boot lief stabil. Mit einem Platz im ersten Drittel war der Einstieg mehr als gelungen – ein Ergebnis, das Lust auf mehr machte. 

Weiter ging es am 15. Mai mit der Fjordregatta von Sønderborg nach Flensburg – und hier zog das Wetter spürbar an. Der Wind legte deutlich zu und machte die Strecke anspruchsvoller. Jetzt waren Konzentration, sauberes Timing und klare Kommunikation gefragt. Und genau hier zeigte sich, wie gut wir als Crew inzwischen eingespielt ist. Die Abläufe waren präziser, die Entscheidungen sicherer. Das Ergebnis: ein Platz unter den Top 10. Ein klarer Schritt nach vorn – und das Gefühl, dass als Team noch mehr möglich ist. 

Der Höhepunkt folgte mit der Rumregatta auf der Flensburger Förde am 16. Mai. Diesmal zeigte sich das Wetter von seiner rauen Seite: viel Regen von oben und ordentlich Wind. Bedingungen, die nicht jedem schmeckten – einige Schiffe mussten das Rennen sogar vorzeitig aufgeben. Für die Carmelan und unsere nun zwölfköpfige Crew dagegen passte es. Sie lief stark, alle blieben fokussiert und die Stimmung an Bord war trotz des Wetters durchgehend hervorragend. Es wurde eine Spitzengeschwindigkeit von 8 Knoten erreicht!

Am Ende wurde dieser Einsatz belohnt: 1. Platz bei der Rumregatta. 

Ein großartiges Ergebnis – auch wenn die Tradition dieser besonderen Regatta augenzwinkernd besagt, dass eigentlich der Zweitplatzierte der heimliche Sieger ist, weil er die berühmte Rumflasche erhält. Wir durfte uns stattdessen über ein stilvolles Barometer mit Thermometer freuen – ein Preis, der perfekt zu diesen wettergeprägten Tagen passt. Hier der Artikel aus SHZ.

Was diese drei Regatten besonders macht, ist nicht nur der Sieg, sondern die Entwicklung: vom soliden Start bei Sonne und gutem Wind, über die Herausforderung mit zunehmendem Wind in der Förde, bis hin zum anspruchsvollen Finale bei Regen und kräftigen Bedingungen. Acht Crewmitglieder, die immer besser zusammengefunden haben – mit Teamgeist, Spaß und wachsendem Vertrauen in das eigene Können. 

Fazit: Drei Regatten, drei Wetterlagen – und am Ende ganz oben. 

 


Nach der ersten Saison der Carmelan wurden durch das Team um Arne Meincke für 2026 mehrere Optimierungen umgesetzt. Um die Kursstabilität zu verbessern, wurde der Klüverbaum verlängert und die Vorsegel angepasst. Dadurch wandert der Segeldruckpunkt nach vorn, was das Segeln effizienter macht und den Besan besser nutzbar macht. Die Steuerung von Motor und Getriebe wurde von mechanisch auf elektronisch umgestellt und arbeitet nun präziser. Auch die Ruderanlage wurde verbessert: Sie verbraucht deutlich weniger Energie, verfügt über zwei Betriebsstufen und einen sanften Start. Zusätzliche Abspannungen an beiden Masten erhöhen die Stabilität und sorgen für mehr Sicherheit bei großen Segeln.

Autoren: Fabian Philipp, Carina Häßler, Arne Meincke
Fotos & Videos: Jannick Bruhns

 

 

 

 

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